Superfizi hat geschrieben:Als die Richterin sie aufruft, erhebt sich Fizi von ihrem Platz. Stolz hebt sie den Blick und drücken den Rücken durch. Einzig ihre feuchten Hände zeugen von der leichten Verunsicherung im Angesicht des Gerichts. Respektvoll nickt sie Js zu und anschließend auch Ingwe.
"Ich danke Euch, ehrenwertes Gericht, dass man mir hier Gehör schenkt." Sie sammelt sich einen Moment und lächelt dann hoffnungsvoll. "Der Herr Staatsanwalt hat eigentlich nunmehr alles zum Tathergang, wie ich ihn bereits bei der Gendarmerie zu Protokoll gegeben hatte, dargelegt. Ich danke Euch dafür." Sie nickt Ingwe erneut lächelnd zu und wendet ihren offenen Blick dann wieder der Vorsitzenden zu. "Ich möchte hier lediglich ergänzen, dass es dem jungen Mann wieder ganz gut geht, und er den Schock, den dieser hinterhältige Überfall bei ihm auslöste, überwunden scheint." Sie holt tief Luft und fügt hinzu: "Außerdem möchte ich an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass der Kerl, den ich dieses Überfalls bezichtige mir vom Sehen aus meinem Heimatdorf Schaffhausen bekannt ist. Nur konnte ich ihn in der Dunkelheit des nächtlichen Waldes leider nicht gänzlich erkennen. Nur das Leder gab mir später einen Hinweis auf seine Indentität. Doch bin ich mir recht sicher, dass er die Stadt in der Nacht vom 16. auf den 17. verlassen hat, um, wie es des Anschein erweckt, zwischen Zürich und Schaffhausen arglosen Reisenden aufzulauern.
Sie schluckt und erinnert sich mit Widerwillen an die Nacht des Überfalls. Ihr Hände ringen unbewußt miteinander, doch fasst sie einen Entschluss und reckt energisch das Kinn vor. "Ich weiß, Ihr kennt mich nicht, ehrenwerte Richterin, wir sind uns bislang kaum begegnet. Mir ist wohl bewusst, dass ich hier in Zürich keinen Leumund habe. Deshalb möchte ich unseren Bürgermeister Hoellekowski als Leumundszeugen benennen. Er kann zum Einen meine Integrität bestätigen, und zum Anderen, dass es eine recht überstürzte Abreise war, die erst weit nach Mitternacht beschlossen wurde. Auch wird er Euch versichern können, dass ich nicht dazu neige, jemanden willentlich falsch eines solchen Vergehens zu bezichtigen." Fragend schaut sie die ehrenwerte Richterin und den Herrn Staatsanwalt an. "Wenn Ihr weitere Fragen habt, hohes Gericht, so stehe ich Euch selbstverständlich Rede und Antwort." Abwartend, bis man ihr die Erlaubnis erteilen würde, wieder ihren Platz einzunehmen, bleibt sie hoch erhobenen Hauptes stehen.